E-commerce Trends 2016 – ein Überblick

E-commerce Trends 2016 – ein Überblick

Zum Jahreswechsel holen viele E-commerce Experten die Glaskugel heraus, um die Branche mit E-commerce Trends für das neue Jahr zu versorgen. Wir vom E-commerce Institut haben uns einige Prognosen von „Trendsettern“ angesehen, und möchten hier einen kurzen Überblick geben, was im neuen Jahr (vielleicht) wichtig wird.

E-commerce Trends 2016
Today is a Good Day – mit Optimismus ins E-commerce Jahr 2016

E-commerce Trends – „It’s Technology, Stupid“

Technologie ist der Treiber der Digitalisierung und damit auch der E-commerce Trends für das Jahr 2016. Zu Jahresbeginn lohnt es sich offensichtlich, einen grundsätzlichen Blick auf technologische Entwicklungen zu werfen.

Techcrunch, der führende Blog für Digitaltechnologie tut das in einem Beitrag sehr grundsätzlich. Unsicherheit und enttäuschte „Digital Expectations“ entstehen überall dort, wo unsere Erwartungen und die Realität inkongruent sind. Es dauere doch länger, bis so manche Digitaltechnologie in den Niederungen der täglichen, problemlosen Anwendung angekommen sei.

Auf der anderen Seite werden sich etablierende Technologien der Datenerhebung und Messung persönlichster Daten wie etwa die Messung des Herzschlags eine „Life Augmentation“ ermöglichen, aber -nach Ansicht des Techcrunch-Autors Tom Goodwin zu einer (meiner Meinung nach überfälligen) Datenschutz-Diskussion führen.

Die Bedeutung von Plattformen, die massenhafte Zugänge zum Kunden haben wie etwa Facebook oder Alibaba, werde weiter zunehmen. Sie ermöglichen es gemeinsam mit lernender Technologie, dass Produkte durch Gebrauch besser werden. Zunehmend -aber vielleicht noch nicht in 2016- werden wir uns an die Digitalisierung gewöhnen, die immer stärker helfen soll, den Alltag zu organisieren und zu verbessern.

E-commerce Trends – „Kanaldenken wird sterben“

In dieselbe Richtung denkt t3n, die in ihrem Beitrag die Integration verschiedener Absatzkanäle, Plattformen und Technologien sehen. Kunden, die immer virtuoser alle zur Verfügung stehenden Devices bedienen, ignorierten zunehmend künstlich aufgebaute Kanalgrenzen. Sie wollten gute Produkte, günstige Preise, tollen Service und etwas erleben – und das schließe E-commerce und digitalisierte stationäre Läden ein. Ein neues Ökosystem, bestehend aus wandlungsfähigen und transformationsbereiten Unternehmen entstehe, so t3n. Es ist klar, dass Amazon in diesem Ökosystem so eine Art „Oberförster“ ist, über dessen Rolle -übermächtig oder kooperativ- aber noch abschließend diskutiert werden muss.

Eine Rolle des E-commerce Giganten aus Seattle sollte aber schon klar sein: die eines Vorbilds für E-commerce Technologie. Wenn gerade europäische Unternehmen den strategischen Faktor von Innovationen und Patenten stärker erkennen würden, wäre eine eigenständigere Entwicklung der hiesigen E-commerce Branche deutlich wahrscheinlicher. Diese dürfte auch bei Kunden hilfreich sein, die sich immer weniger binden lassen, aber dennoch Marken folgen.

E-commerce Trends – Daten und Personalisierung

Weitere Trends ergeben sich aus den Entwicklung zunehmender Datenverfügbarkeit und -analyse. Online Händler wissen mehr über Kunden und können diese persönlicher adressieren, z.B. auch über persönlichen Content, wie Jennifer Neeley vom Business2Community-Blog vorhersagt. Das sieht auch das Online Magazin Chain Store Age so, die neben der Personalisierung und einer umfassenderen Datenanalyse in einer Omnichannel-Landschaft das Internet of Things und weitere Schnittstellen zwischen Internet und physisch-realer Umgebung als wichtigen Treiber für den E-commerce sehen.

Personalisierung und Datenanalyse gehören auch zu den 10 wichtigsten Online Marketing Trends, die der Online Marketing Blog „Marketing Dive“ ausmacht. Einige Trends wie „Mobile First“, „Social Media als etablierter Kanal“ und „Video Marketing als ‚rising star'“ mögen vielleicht als „alte Bekannte“ erscheinen, gehören aber auf jeden Fall in die aktuelle Online Marketing-Landschaft.

Als besonderes Problem macht Marketing Dive das zunehmende AdBlocking aus. Die vorgelegten Daten zum AdBlocking gehen von einem globalen Verlust in Höhe von 41 Mrd. US$ durch AdBlocking aus. Es mag als Binsenweisheit erscheinen, wenn Marketing Dive die Fokussierung auf das Kundenerlebnis als wichtigste Aufgabe erscheint. Tatsächlich kann weiteres Wachstum in der Digitalen Wirtschaft nur erfolgen, wenn die Akzeptanz und die Begeisterung der Nutzer auch wächst.

E-commerce Trends 2016 – Neues vom Shop Design

Zu einem besseren Kundenerlebnis tragen sicher auch E-commerce Design Trends bei, die konversionskraft für 2016 ausmacht. Auch bei der Entwicklung des Shopdesigns steht die Personalisierung klar im Fokus. Aber auch aufwändigere Produktinszenierungen und inspirierender Content unterstreichen den zunehmend höheren Anspruch der Onlineshopper und erfolgreichen Shopbetreiber. Anspruchsvoll mag auch der immer stärkere Trend zum „Connected Commerce“ erscheinen, der das Erscheinungsbild einer Marke auf unterschiedlichen Geräte intelligent verbindet. „Connected Commerce“ geht deutlich über Responsive Webdesign hinaus, das ja nur eine technische Lösung ist. Vielmehr geht es darum, auch den Kontext im Customer Journey zu berücksichtigen, um den Auswahl- und Entscheidungsprozess der Nutzer auf verschiedenen Geräten zu unterstützen.

Autor: Dominik Große Holtforth

 

 

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