Was macht eigentlich ein E-commerce Manager?

Was macht eigentlich ein E-commerce Manager?

Mit der Berufs- und Arbeitsplatzbezeichnung „E-commerce Manager“ finden sich immer mehr Stellenausschreibungen, die für eine vielfältige Tätigkeit in E-commerce-Unternehmen werben. Damit die Chancen dieser Tätigkeit im E-commerce richtig eingeschätzt werden, finden Sie hier einen Überblick über die Tätigkeitsgebiete für E-commerce Manager. Dabei bezieht sich der hier verwendete Begriff „Manager“ sowohl auf Frauen als auch auf Männer. Außerdem finden Sie Informationen über die Anforderungen, die an  Manager im E-commerce gestellt werden.

E-commerce Manager
(Foto: Ditty_about_summer / shutterstock.com)

E-commerce Manager – Ein Einstieg in ein wachsendes Arbeitsgebiet

Im Zuge der Digitalen Transformation hat sich der E-commerce als Vertriebs- und Absatzkanal etabliert. Damit sind eine Vielzahl von Berufsbildern enstanden, die ihre Schwerpunkte in einer der vier Hauptdisziplinen und in Kombinationen aus diesen haben. Die Hauptdisziplinen sind:

  • IT, insbesondere Shopsystem und Warenwirtschaft
  • Einkauf
  • Online Marketing
  • Fulfillment & Logistik

Dabei hängt es von der Größe des Unternehmens und vom Grad der Arbeitsteilung ab, ob ein E-commerce Manager die gesamte Bandbreite dieser Disziplinen bearbeitet oder nur einen abgegrenzten Ausschnitt. Grundsätzlich ist aber die übergreifende Verantwortung für E-commerce Prozesse und Ressourcen ein wesentliches Charakteristikum im Aufgabengebiet des E-commerce Managers.

Die Aufgabengebiete im Einzelnen

In der Arbeit von E-commerce Managern können sowohl strategische als auch operative Aufgabenstellungen Schwerpunkte bilden. Typisch sind die folgenden:

—Strategische Aufgaben bei E-commerce Managern

Strategisch sind solche Aufgaben, die eine langfristige Wirkung für das E-commerce-Unternehmen haben. Regelmäßig kommt den Managern dabei die Rolle der Projektleitung zu. Strategische E-commerce Projekte beziehen sich vor allem auf

  • Onlineshop-Projekten
  • Sortimentserweiterungen
  • Online Marketing-Projekten
  • Logistischen Kapazitätsveränderungen wie etwa Übernahme von Fullfilment-Aufgaben für externe Partner. 
  • Erweiterungen oder Veränderungen im Technologieeinsatz

Operative Aufgaben bei E-commerce Managern

In den Operations findet die tägliche Routine statt, die im Wesentlichen im Fulfillment, also der Bearbeitung von Bestellungen liegt. Diesem Kernprozess vor-, nach- und nebengelagert sind viele ergänzende Prozesse, die je nach Arbeitsteilung auch von E-commerce-Managern übernommen werden. Die Prozesse sind:

  • Bearbeitung der Bestellungen
  • Sicherstellung der Lieferfähigkeit
  • Überwachung und Steuerung der Online Marketing-Prozesse
  • Sicherstellung und Überwachung von Schnittstellenprozessen
    • Plattformen
    • Carrier Logistik
    • Lieferanten
    • Sonstige Dienstleister & Abteilungen
  • E-commerce Controlling
  • Qualitätsprüfung
  • Mitarbeiterführung, insbes. Organisation von Saisonpersonal

Voraussetzungen in Ausbildung und Berufserfahrung

Da die Aufgabenfelder von E-commerce Managern sehr vielfältig sind, sind auch die Voraussetzungen für die Übernahme einer Tätigkeit als E-commerce Manager nicht sehr speziell. Allerdings sollte man eine betriebswirtschaftliche Ausbildung haben, problemlösungsorientiert und entscheidungsfreudig sein. Die Herausforderungen im Einzelnen:

  • —Hochschulausbildung BWL, (Online) Marketing, Logistik, E-commerce
  • —Hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit
  • —Flexibilität & Belastbarkeit
  • —„Hands-on-Mentalität“
  • Affinität für IT & Sofware
  • —Zahlenaffinität

Wo findet man Jobangebote als E-commerce Manager?

Im wachsenden E-commerce finden Sie bei allen großen Unternehmen, die einen expandierenden E-commerce-Kanal betreiben, eine große Zahl interessanter Stellenausschreibungen. Besuchen Sie die E-commerce-Seite Ihrer Wahl und schauen Sie sich dort die Karriereseite an. Alternativ können Sie auch auf einem der bekannten Stellenportale suchen.

Eine weitere Alterantive sind Karrieremessen oder Exkursionen zu Fulfillment-Centern. Dort können Sie direkt mit den Unternehmen sprechen und sich einen unmitttelbaren Eindruck machen.

Text: Prof. Dr. Dominik Große Holtforth

 

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