Einfluss der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft – Herausforderungen und Chancen zur Verbesserung der UX 2/2

Einfluss der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft – Herausforderungen und Chancen zur Verbesserung der UX 2/2

Willkommen zu unserer Beitragsreihe über aktuelle Abschlussarbeiten unserer Studierenden!

Die Alumna Fenja Klassa hat im Rahmen ihres Studiums Digital Management an der Hochschule Fresenius in Köln eine herausragende Masterarbeit zum Thema „Einfluss der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft – Herausforderungen und Chancen zur Verbesserung der UX“ geschrieben. Im Folgenden wird die Zusammenfassung vorgestellt. Lesen Sie jetzt den zweiten Teil! Den ersten Teil finden Sie hier.

Online-Plattformen unterstützen bei der Kommunikation

Ein weiterer Schwachpunkt kann in der Kommunikation während der Immobiliensuche identifiziert werden, die hauptsächlich per E-Mail erfolgt. Eine Online-Plattform hingegen, würde für eine schnellere und einfachere Kommunikation sorgen, zeigt den Status der Anträge an, stellt notwendige Dokumente wie Selbstauskunft oder SCHUFA-Informationen auf Basis von Blockchain automatisch zusammen, schlägt Mietinteressenten oder Käufer über künstliche Intelligenz vor und integriert Buchungssysteme für Termine. Zusätzlich wird eine digitale und schnelle Vertragsabwicklung ermöglicht.

Gebäude und Städte werden „smart“

Neue Trends wie Nachhaltigkeit, Individualisierung, Mobilität und die damit verbundene Konnektivität müssen bereits bei der Projektentwicklung und dem Bau einer Immobilie berücksichtigt werden. Smart Buildings und sogar Smart Cities werden zum Schlagwort in der deutschen Immobilienwirtschaft. Durch den Einsatz neuer Technologien können in einem Smart Building Energieverbrauch, Temperatur, Licht uvm. gemessen und gesteuert werden. Dies ermöglicht nicht nur einen umweltfreundlicheren und kosteneffizienteren Betrieb von Immobilien, sondern wirkt sich auch positiv auf den Endnutzer und dessen User Experience aus.

Veränderte Nutzung von Büroräumen

Die zunehmende Digitalisierung und der damit verbundene gesellschaftliche Wandel wirken sich auch massiv auf die Nutzung von Büroimmobilien aus. Es können Daten über die Flächennutzung gesammelt werden, um festzustellen wie viel Raum tatsächlich benötigt wird. Durch den digitalen Wandel wird Raum für Dokumentenmanagement und Papierarchivierung nicht mehr benötigt und die Arbeitswelt strebt zunehmend nach mobilem, flexiblem, individuellem und vernetztem Arbeiten.

Home-Office wird immer attraktiver

Neue Arbeitsformen wie Home-Offices, Coworking Spaces, Desk-Sharing etc. veranlassen Unternehmen dazu ihr Bürokonzept zu ändern und ihre Bürofläche zu reduzieren. Aufgrund des mobilen und digitalen Arbeitens müssen Mitarbeiter nicht physisch im Büro anwesend sein. Die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten, wird für Mitarbeiter immer attraktiver. Die Grenze zwischen Wohn- und Arbeitsraum verschwindet und das Bedürfnis nach Flexibilität spiegelt sich auch im Bereich des Wohneigentums wider und beeinflusst sowohl die Raumnutzung als auch die individuelle Gestaltung.

Summa Summarum

Traditionelle Immobiliengesellschaften nehmen den digitalen Wandel der letzten Jahre ernst. Dies belegt auch eine Studie, die der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. in Zusammenarbeit mit EY Real Estate durchgeführt hat. Während im Jahr 2018 nur 15% der befragten Immobiliengesellschaften 5% ihres Jahresumsatzes in die Digitalisierung investierten, sind es 2019 bereits 24%. Wenn in Zukunft die gesamte Branche digitalisiert werden soll, muss der gesamte Lebenszyklus einer Immobilie – von der Bauplanung bis hin zur Bewirtschaftung – neu überdacht werden. Klar ist, dass die Digitalisierung großes Potenzial bietet, die Customer Journey und die User Experience deutlich zu verbessern.

 

Zusammengefasst und editiert von Louisa Roszinski