Plattform-Ökonomie Köln: Analyse von Simon Schoop
Plattform-Ökonomie Köln 2026: Strategische Analyse von Skalierung und Souveränität
Herausgeber: E-Commerce Institut
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Richard Geibel
Autor: Simon Schoop (4-Advice)
Abstract
Die Dynamik im modernen E-Commerce wird zunehmend von extremen Skaleneffekten und der Dominanz integrierter Ökosysteme bestimmt. Im Fachgespräch mit Prof. Dr. Richard Geibel analysiert Simon Schoop (4-Advice) die Plattform-Ökonomie Köln und wie sich das ‚Recht des Stärkeren‘ ökonomisch in der Übermacht globaler Plattformen manifestiert, sowie welche Wege zur digitalen Souveränität für europäische Unternehmen offenstehen.
Important Facts zur Plattform-Dynamik
- Ökosystem-Dominanz: Nicht die reine Produktqualität, sondern die Bündelung von Marktzugang und Daten entscheidet über den Marktsieg.
- Ökonomische Artillerie: Akteure wie Amazon und Temu nutzen massive Skalierung, um globale Spielregeln zu diktieren.
- Souveränitäts-Option: Europäische Alternativen wie STACKIT bieten Cloud-Skalierung unter Berücksichtigung von Compliance und Werten.
- Trustworthy AI: Der EU AI Act bietet die Chance, vertrauenswürdige KI als entscheidendes Differenzierungsmerkmal zu etablieren.
„Nicht der ‚technisch beste‘ Anbieter gewinnt, sondern der, der Marktzugang, Komplementärleistungen und Datenströme bündelt. Ziel muss es sein, Skaleneffekte mit Souveränität, Compliance-Nähe und europäischen Werten zu vereinen.“
— Simon Schoop, 4-Advice (im Gespräch mit dem E-Commerce Institut)
Die Logik der Marktbeherrschung
Simon Schoop verdeutlicht, dass moderne Wertschöpfung sich primär um Ökosysteme organisiert, in denen Netzwerkeffekte den Ausschlag geben:
Systemische Vorteile
In der Geopolitik wie im digitalen Handel setzen Akteure mit systemischen Vorteilen – wie der Kontrolle über Datenströme und Finanzmärkte – die Spielregeln fest.
Fallbeispiel Amazon vs. Temu
Amazon nutzt die vertikale Integration von Marktplatz und Cloud-Infrastruktur (AWS). Temu demonstriert spiegelbildliche Skalierung durch direkte Herstellernähe und Gamification.
Handlungsempfehlungen für den E-Commerce
- Plattform-Synergien nutzen: Akzeptanz der Plattformlogik dort, wo standardisierte Leistungen dominieren.
- Souveränität sichern: Priorisierung unabhängiger Infrastrukturen bei kritischen Daten und Prozessen.
- Hybrid-Modelle: Gestaltung modularer Architekturen, die flexibel zwischen globalen Hyperscalern und souveräner Infrastruktur wechseln können.
- Regulierung als Chance: „Trustworthy AI“ als Basis nutzen, um Vertrauen als echten Markenvorteil zu gewinnen.
Wissenschaftliche Einordnung & Fazit
Die Verschiebung hin zum „Recht des Stärkeren“ erfordert von Unternehmen eine bewusste Entscheidung zwischen reiner Effizienzmaximierung durch US-Hyperscaler und dem Aufbau digitaler Unabhängigkeit. 2026 markiert hierbei den Wendepunkt, an dem Souveränität zum Wettbewerbsvorteil avanciert.
Vertiefende Analysen:
Den vollständigen Hintergrund zum strategischen Trade-off zwischen Skalierung und Souveränität lesen Sie hier im Originalbeitrag von Simon Schoop:
👉 Ist 2026 das Jahr des Rechts des Stärkeren?
Autorenhinweis
Dieser Fachbeitrag zur Plattform-Ökonomie Köln wurde von Simon Schoop (4-Advice) verfasst. Die wissenschaftliche Einordnung und Veröffentlichung erfolgt in Kooperation mit dem E-Commerce Institut Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Geibel. Die Analyse thematisiert die strategischen Herausforderungen der digitalen Souveränität am Wirtschaftsstandort Köln.

Simon Schoop, Autor und Experte für digitale Infrastruktur