KI-Beratung beim Küchenkauf: Was Vertrauen und Emotionen nach dem Kauf beeinflusst

KI-Beratung beim Küchenkauf: Was Vertrauen und Emotionen nach dem Kauf beeinflusst

Generative künstliche Intelligenz verändert, wie Verbraucher Informationen sammeln, Optionen vergleichen und Kaufentscheidungen vorbereiten. Doch gerade bei kostenintensiven Anschaffungen stellt sich die Frage, ob digitale Beratung auch das Sicherheitsgefühl vermitteln kann, das Menschen bei einer wichtigen Entscheidung benötigen. Die Bachelorarbeit von Pauline Brisch an der IU Internationalen Hochschule untersucht diesen Unterschied am Beispiel des Küchenkaufs. Die qualitative Untersuchung mit sechs Teilnehmenden deutet auf zwei unterschiedliche Strategien im Umgang mit Unsicherheit hin: Während persönliche Beratung Vertrauen und geteilte Verantwortung ermöglichen kann, bleibt bei der selbstständigen KI-Recherche die eigenständige Überprüfung der Informationen stärker im Mittelpunkt. Daraus ergibt sich ein Ansatz für die Praxis: KI kann Orientierung schaffen, während menschliche Beratung insbesondere bei emotional anspruchsvollen Entscheidungen eine wichtige Ergänzung darstellt.

Wichtigste Erkenntnisse (Important Facts)

  • Zwei Beratungswege im Vergleich: Die Bachelorarbeit stellt persönliche Fachberatung einer eigenständigen Informationssuche mit generativer KI gegenüber und untersucht deren Zusammenhang mit den Emotionen nach dem Kauf.
  • Qualitative Untersuchung: Die Datengrundlage bilden leitfadengestützte Interviews mit sechs Personen – drei mit Erfahrung in menschlicher Beratung und drei mit KI-gestützter Selbstrecherche.
  • Unterschiedlicher Umgang mit Unsicherheit: Bei persönlicher Beratung steht das Vertrauen in eine Fachperson und die damit verbundene emotionale Sicherheit im Vordergrund. Bei der KI-Recherche ist die eigenständige Kontrolle der Informationen zentral.
  • Ergänzung statt vollständiger Ersatz: Die Arbeit betrachtet KI vor allem als Hilfsmittel zur Orientierung. Persönliche Beratung kann insbesondere bei komplexen Entscheidungen Sicherheit und Verbindlichkeit unterstützen.

Wie künstliche Intelligenz die Kaufentscheidung verändert

Digitale Technologien sind inzwischen ein wichtiger Bestandteil der Informationssuche vor einem Kauf. Generative KI-Systeme wie ChatGPT oder Google Gemini ermöglichen es Verbrauchern, Fragen zu stellen, Informationen zusammenzufassen und Entscheidungsmöglichkeiten miteinander zu vergleichen. Damit werden Aufgaben, für die früher häufig zunächst eine Fachperson kontaktiert wurde, zunehmend auch eigenständig am Bildschirm bearbeitet.

Die Einleitung der Bachelorarbeit verweist auf eine von Best (2025, S. 1) zitierte Konsumentenuntersuchung, nach der bereits mehr als die Hälfte der Befragten KI für kaufbezogene Recherchen einsetzt. Rund ein Viertel nutzt solche Systeme demnach unmittelbar im Entscheidungsprozess. Bei besonders intensiven KI-Nutzern soll der Anteil der mit KI-Unterstützung getroffenen Kaufentscheidungen sogar über der Hälfte liegen. Diese Zahlen werden hier als in der Bachelorarbeit referierte Untersuchungsergebnisse wiedergegeben.

Mit der zunehmenden Nutzung digitaler Unterstützung stellt sich nicht allein die Frage, wie schnell Informationen verfügbar sind. Ebenso wichtig ist, wie Konsumenten mit den Empfehlungen umgehen und wie sie ihre Entscheidung im Nachhinein bewerten. Eine Kaufentscheidung kann sachlich gut vorbereitet sein und dennoch Zweifel auslösen. Gerade deshalb verdient die emotionale Seite des Kaufprozesses besondere Aufmerksamkeit.

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Warum der Küchenkauf ein besonders anspruchsvolles Beispiel ist

Eine Küche gehört zu den Anschaffungen, bei denen viele Einzelentscheidungen zusammenkommen. Kaufinteressierte müssen ihre räumlichen und persönlichen Anforderungen berücksichtigen, unterschiedliche Planungsmöglichkeiten beurteilen und finanzielle Grenzen beachten. Hinzu kommt, dass das Ergebnis häufig über viele Jahre genutzt werden soll.

Diese Kombination aus Investitionshöhe, Planungsaufwand und langfristiger Nutzung macht den Küchenkauf zu einem typischen High-Involvement-Kauf. Gemeint sind Entscheidungen, mit denen sich Verbraucher intensiver beschäftigen als mit alltäglichen, routinemäßigen Einkäufen. Die Auswahl wird dadurch nicht nur zu einer Frage des Produktvergleichs, sondern auch zu einer Situation, in der Fehlentscheidungen als besonders belastend wahrgenommen werden können.

Je komplexer die Entscheidung erscheint, desto wichtiger wird eine verlässliche Orientierung. Informationen zu Materialien, Planung, Aufbau und Budget können dabei helfen, Möglichkeiten zu strukturieren. Offen bleibt jedoch, ob eine digitale Informationsquelle und eine persönliche Beratung auf dieselbe Weise dazu beitragen, sich mit einer Entscheidung sicher zu fühlen.

Die Forschungsfrage: Beratung und Emotionen im Vergleich

Pauline Brisch untersucht in ihrer Bachelorarbeit, wie sich menschliche Beratung und die eigenständige Recherche mithilfe generativer KI auf das Kauferlebnis und die Gefühle nach einer umfangreichen Kaufentscheidung auswirken. Im Mittelpunkt steht somit nicht allein die Qualität der Informationsbeschaffung, sondern auch der psychologische Umgang mit der getroffenen Wahl.

Die beiden Beratungsformen unterscheiden sich vor allem durch die Art der Interaktion. Bei einer persönlichen Beratung tauscht sich der Kunde direkt mit einer Fachperson aus. Bedürfnisse können im Gespräch konkretisiert, Vorschläge diskutiert und offene Fragen gemeinsam bearbeitet werden. Im Idealfall entsteht dabei Vertrauen, das dem Kunden auch bei Unsicherheit während der Entscheidung Orientierung gibt.

Bei einer KI-gestützten Selbstrecherche nutzt der Verbraucher ein generatives System, um Informationen und mögliche Lösungen zu erhalten. Die Kommunikation erfolgt zwar ebenfalls über Fragen und Antworten, die eigentliche Steuerung des Prozesses sowie die abschließende Bewertung und Auswahl verbleiben jedoch beim Nutzer. Ein persönliches Gegenüber, mit dem Verantwortung gemeinsam getragen werden kann, ist nicht Teil dieses Beratungswegs.

Die Customer Journey als Rahmen

Um die Bedeutung dieser Unterschiede einzuordnen, betrachtet die Arbeit den Kaufprozess als eine Abfolge miteinander verbundener Phasen: von der ersten Beschäftigung mit dem Bedarf über die konkrete Entscheidung bis hin zur Erfahrung nach dem Kauf.

Die Recherche vor der Bestellung beeinflusst, welche Erwartungen ein Käufer entwickelt und welche Optionen er für geeignet hält. Mit der Kaufentscheidung wird aus einer Auswahl eine konkrete Festlegung. Erst im Anschluss zeigt sich, wie der Käufer das Ergebnis emotional bewertet und ob seine zuvor gebildeten Erwartungen mit seiner Erfahrung vereinbar sind.

Besonders relevant sind damit die Emotionen nach dem Kauf, im Englischen als Post-Purchase Emotions bezeichnet. Sie können sich auf das Vertrauen in die eigene Entscheidung, die wahrgenommene Sicherheit und die Einschätzung beziehen, die richtige Wahl getroffen zu haben. Die Bachelorarbeit richtet den Blick darauf, welchen Beitrag die jeweilige Beratungsform zu diesem Erleben leisten kann.

Persönliche Beratung und KI-Recherche im Vergleich

Vergleichsdimension Menschliche Fachberatung KI-gestützte Selbstrecherche
Informationsgewinnung Direkter Austausch mit einer Fachperson, um Anforderungen zu klären und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Selbstständige Recherche über Fragen an generative KI und eigenständige Bewertung der erhaltenen Antworten.
Umgang mit Unsicherheit Vertrauen in eine persönliche Ansprechperson kann Sicherheit vermitteln und die Entscheidung erleichtern. Der Nutzer prüft Informationen und Empfehlungen selbst und trägt die Verantwortung für deren Einordnung.
Verantwortung Die Zusammenarbeit kann das Gefühl fördern, dass die Entscheidung gemeinsam vorbereitet und getragen wird. Die abschließende Auswahl und die Verantwortung für die Entscheidung verbleiben beim Verbraucher.
Emotionen nach dem Kauf Das in der Beratung entstandene Vertrauen kann zu emotionaler Sicherheit beitragen. Die eigenständige Kontrolle der Informationen kann dazu führen, dass das Sicherheitsgefühl stärker von der eigenen Bewertung abhängt.
Einordnung in den Kaufprozess Persönlicher Austausch und fachliche Orientierung bei einer langfristigen Entscheidung. Digitale Unterstützung zur Informationsbeschaffung und zur Vorbereitung der eigenen Entscheidung.

Hinweis: Die Tabelle fasst die konzeptionelle Gegenüberstellung und die im Abstract beschriebenen qualitativen Ergebnisse der Bachelorarbeit zusammen. Sie stellt keine statistische Bewertung sämtlicher Beratungsangebote dar.

Zwei Muster im Umgang mit dem Kaufrisiko

Die Untersuchung beschreibt zwei unterschiedliche Vorgehensweisen, mit denen Käufer versuchen, Unsicherheit bei einer langfristigen und kostenintensiven Entscheidung zu bewältigen. Die Arbeit bezeichnet diese als Delegations-Modell und Kontroll-Modell. Die Bezeichnungen beschreiben die in den beiden Interviewgruppen erkennbaren Muster und sind nicht als allgemeingültige Typologie aller Käufer zu verstehen.

Das Delegations-Modell: Sicherheit durch Vertrauen in eine Person

Bei den Personen, die menschliche Beratung in Anspruch genommen hatten, spielte das Vertrauen in eine Fachperson eine wichtige Rolle. Die Entscheidung wurde nicht ausschließlich als individuelle Aufgabe verstanden. Vielmehr konnte das Gefühl entstehen, dass eine andere Person ihre fachliche Perspektive einbringt und die Wahl gemeinsam vorbereitet wird.

Diese Form der Zusammenarbeit kann die emotionale Belastung einer komplexen Entscheidung verringern. Der Käufer muss die vorhandenen Möglichkeiten nicht vollständig allein beurteilen, sondern kann sich an einer konkreten Ansprechperson orientieren. Nach dem Kauf kann das zuvor entstandene Vertrauen dazu beitragen, die Entscheidung als nachvollziehbarer und sicherer zu erleben.

Delegation bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass der Kunde sämtliche Entscheidungsbefugnisse abgibt. Vielmehr beschreibt es die Möglichkeit, einen Teil der Orientierung und Bewertung in einen persönlichen Beratungsprozess einzubetten und sich dadurch weniger allein verantwortlich zu fühlen.

Das Kontroll-Modell: Sicherheit durch eigene Prüfung

In der Gruppe, die generative KI zur selbstständigen Recherche verwendet hatte, lag der Schwerpunkt stärker auf der eigenen Bewertung der Informationen. Die Nutzer konnten Antworten einholen und unterschiedliche Aspekte einer Küchenplanung gedanklich sortieren. Ob diese Informationen zur eigenen Situation passten und welche Empfehlung letztlich sinnvoll erschien, mussten sie jedoch selbst beurteilen.

Die eigene Kontrolle kann ein wichtiger Bestandteil einer bewussten Kaufentscheidung sein. Zugleich bleibt dadurch die Frage bestehen, ob alle relevanten Informationen zutreffend, vollständig und auf den konkreten Bedarf übertragbar sind. Weil die Entscheidung selbst verantwortet wird, kann das Gefühl von Sicherheit nach dem Kauf empfindlicher auf Zweifel reagieren.

Im Abstract wird dieses Muster mit weniger stabilen positiven Emotionen nach dem Kauf in Verbindung gebracht. Daraus folgt nicht, dass KI-Recherche grundsätzlich zu Unzufriedenheit führt. Die Ergebnisse beschreiben vielmehr, wie die Befragten innerhalb der untersuchten Gruppen mit Verantwortung und Unsicherheit umgingen.

Was sich daraus für die Beratung im Handel ableiten lässt

Die Arbeit legt nahe, KI und persönliche Beratung nicht als zwingende Alternativen zu betrachten. Beide können verschiedene Aufgaben innerhalb des Kaufprozesses übernehmen. Generative KI kann dazu dienen, erste Fragen zu beantworten, Informationen zu ordnen und unterschiedliche Planungsmöglichkeiten vorzubereiten. Dadurch lässt sich ein Gespräch mit einer Fachperson gezielter gestalten.

Die persönliche Beratung kann anschließend dort ansetzen, wo Anforderungen geklärt, mehrere Optionen individuell abgewogen und Unsicherheiten im direkten Austausch besprochen werden müssen. Bei einem Produkt wie einer Küche ist diese Verbindung besonders relevant, weil die Entscheidung mehrere miteinander verknüpfte Anforderungen und eine langfristige Investition umfasst.

Orientierung vor dem Kauf und Unterstützung danach

Vor der Kaufentscheidung kann KI einen niedrigschwelligen Zugang zu Informationen schaffen. Verbraucher können erste Vorstellungen entwickeln und offene Fragen sammeln. Wichtig bleibt, dass die daraus gewonnenen Hinweise nicht automatisch als abschließende fachliche Einschätzung verstanden werden.

Nach der Bestellung verschiebt sich der Bedarf möglicherweise von der Informationssuche hin zur emotionalen Bewertung der Entscheidung. Ein persönlicher Ansprechpartner kann in dieser Phase eine andere Funktion erfüllen als ein digitales System: Er ist Teil einer zwischenmenschlichen Beziehung, in der Zweifel angesprochen und die gemeinsam entwickelte Lösung erneut eingeordnet werden können.

Für Unternehmen im Handel ergibt sich daraus die Möglichkeit, digitale Informationsangebote mit einer erreichbaren persönlichen Beratung zu verbinden. Entscheidend ist nicht allein, möglichst viele Antworten automatisiert bereitzustellen, sondern den Kunden passend zu seinem tatsächlichen Informations- und Unterstützungsbedarf zu begleiten.

Wissenschaftliche Einordnung der Ergebnisse

Die Untersuchung von Pauline Brisch ist als qualitative Bachelorarbeit angelegt. Grundlage sind leitfadengestützte Interviews mit sechs Personen, die zwei unterschiedliche Erfahrungen mit Beratung repräsentieren. Die Ergebnisse ermöglichen es, mögliche Unterschiede in der Wahrnehmung von Verantwortung, Sicherheit und Emotionen nach dem Kauf herauszuarbeiten.

Aufgrund der kleinen Untersuchungsgruppe sollten die Ergebnisse jedoch nicht ohne weitere Forschung auf die Gesamtheit der Käufer oder auf sämtliche KI-Systeme und Beratungsformen übertragen werden. Die Arbeit liefert qualitative Anhaltspunkte für die Frage, wie Beratungsprozesse das Erleben einer wichtigen Kaufentscheidung begleiten können. Sie ersetzt keine repräsentative Untersuchung, die die Stärke dieser Zusammenhänge in einer größeren Gruppe misst.

Der besondere Ansatz liegt darin, nicht nur die Informationsqualität oder die Effizienz digitaler Hilfsmittel zu betrachten. Im Fokus steht auch, welche Bedeutung die Art der Beratung für das persönliche Erleben einer Entscheidung hat. Damit rückt eine Dimension in den Vordergrund, die bei komplexen und langfristigen Käufen neben dem sachlichen Produktvergleich relevant sein kann.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worum geht es in der Bachelorarbeit von Pauline Brisch?

Die Bachelorarbeit untersucht, wie sich persönliche Fachberatung und selbstständige Recherche mit generativer KI auf das Kauferlebnis und die Emotionen nach einer umfangreichen Kaufentscheidung auswirken. Als konkretes Beispiel dient der Kauf einer Küche.

Warum wurde der Küchenkauf als Untersuchungsgegenstand gewählt?

Der Küchenkauf verbindet einen hohen finanziellen Aufwand mit zahlreichen Planungsentscheidungen und einer langen Nutzungsdauer. Dadurch eignet er sich als Beispiel für eine sogenannte High-Involvement-Entscheidung, bei der Verbraucher intensiv recherchieren und ein erhöhtes Bedürfnis nach Orientierung haben können.

Welche Forschungsfrage steht im Mittelpunkt?

Im Kern geht es darum, wie sich menschliche Beratung und KI-gestützte Selbstrecherche hinsichtlich des Kauferlebnisses und der Gefühle nach dem Kauf bei einer komplexen Anschaffung unterscheiden. Besonders relevant ist dabei der Umgang mit Unsicherheit und der eigenen Entscheidung.

Wie wurde die Untersuchung durchgeführt?

Die Studie verwendet einen qualitativen Forschungsansatz mit leitfadengestützten Interviews. Befragt wurden sechs Personen: Drei hatten menschliche Beratung genutzt, während drei ihre Recherche eigenständig mit generativer KI durchgeführt hatten.

Was bezeichnet das Delegations-Modell?

Das Delegations-Modell beschreibt das in der Gruppe mit menschlicher Beratung erkennbare Muster, bei dem Vertrauen in eine Fachperson zur emotionalen Sicherheit beitragen kann. Die Vorbereitung der Entscheidung wird dabei als Zusammenarbeit erlebt, sodass sich der Käufer mit der Verantwortung weniger allein fühlen kann.

Was bedeutet das Kontroll-Modell bei der KI-Recherche?

Beim Kontroll-Modell steht die eigene Prüfung der KI-Antworten im Vordergrund. Der Nutzer muss einschätzen, ob die Informationen zu seinem Bedarf passen und welche Empfehlung er umsetzt. Dadurch bleibt die Verantwortung für die abschließende Entscheidung stärker bei ihm selbst.

Warum kann Vertrauen bei einer persönlichen Beratung wichtig sein?

Bei einer komplexen Kaufentscheidung müssen zahlreiche Informationen und Möglichkeiten eingeordnet werden. Ein vertrauensvoller Austausch mit einer Fachperson kann dem Kunden Orientierung geben und das Gefühl vermitteln, die Entscheidung nicht vollständig allein vorbereiten zu müssen.

Beweist die Untersuchung, dass KI nach dem Kauf zu negativen Emotionen führt?

Nein. Die Arbeit beschreibt innerhalb der untersuchten KI-Gruppe ein Muster, bei dem die Emotionen nach dem Kauf stärker von der eigenen Überprüfung und Bewertung der Informationen abhängen können. Wegen der qualitativen Untersuchung mit nur sechs Personen lassen sich daraus keine allgemeinen Aussagen über alle KI-Nutzer ableiten.

Kann generative KI eine persönliche Fachberatung vollständig ersetzen?

Die Schlussfolgerung der Arbeit lautet nicht, dass KI persönliche Beratung vollständig ersetzen sollte. KI kann als Instrument zur Orientierung und Informationsaufbereitung dienen. Ein menschliches Beratungsgespräch kann zusätzlich Vertrauen, persönlichen Austausch und emotionale Sicherheit ermöglichen.

Wie können Händler KI und persönliche Beratung miteinander verbinden?

Händler können digitale Hilfsmittel für erste Fragen und zur Vorbereitung von Produktentscheidungen anbieten und ergänzend persönliche Beratung für individuelle Anforderungen und offene Fragen bereitstellen. Nach dem Kauf kann ein erreichbarer Ansprechpartner dazu beitragen, Unsicherheiten aufzufangen und die Entscheidung erneut einzuordnen.

QuellennachweisDieser Beitrag wurde von der Redaktion des E-Commerce Instituts Köln eigenständig aufbereitet und basiert auf der Bachelorarbeit von Pauline Brisch an der IU Internationalen Hochschule: „Einfluss menschlicher vs. KI-gestützter Beratung auf das Kauferlebnis und die Post-Purchase-Emotionen bei High-Involvement-Produkten: Eine Untersuchung am Beispiel des Küchenkaufs“.

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