Echter CO₂-Fußabdruck statt grober Schätzung: Warum Emissionsmessung im E-Commerce zählt

Echter CO₂-Fußabdruck statt grober Schätzung: Warum Emissionsmessung im E-Commerce zählt

Abstract: In einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln, zeigt eine neue Case Study von Momox und der KI-Plattform Cedara: Nicht jede Methode zur Berechnung des CO₂-Fußabdrucks liefert aussagekräftige Ergebnisse. Eine aktivitätsbasierte Messung des tatsächlichen CO₂-Ausstoßes digitaler Kampagnenist präziser als grobe Schätzungen und wichtig für wirkungsvolle, klimafreundliche Entscheidungen im E-Commerce und digitalen Marketing.

Warum ein echter CO₂-Fußabdruck wichtig ist

Der Begriff CO₂-Fußabdruck beschreibt den Gesamtbeitrag aller Treibhausgase, die durch Aktivitäten, Produkte oder Dienstleistungen entstehen und wird meist in Tonnen CO₂-Äquivalent (CO₂-eq) gemessen. Er hilft zu verstehen, wie stark ein Unternehmen oder eine bestimmte Aktivität zum Treibhauseffekt beiträgt.

Im E-Commerce ist dieser Zusammenhang besonders relevant: Dank globaler Lieferketten, energieintensiver IT-Infrastrukturen und wachsender Datenmengen gewinnt die ökologische Bilanz digitaler Aktivitäten an Bedeutung – vom Server über Transportlogistik bis hin zur Nutzung beim Endkunden.

CO₂-Fußabdruck
Bildquelle: pixabay.com

Case Study: Momox & Cedara zeigen, wie es geht

Die europäische Recommerce-Plattform Momox hat zusammen mit Cedara, einer KI-Plattform für nachhaltige Medien, den CO₂-Fußabdruck von drei digitalen Marketingkampagnen analysiert – über Google Performance Max, Google Search und Programmatic Display & Video.

Ziel war es zu zeigen, dass eine aktivitätsbasierte Emissionsmessung deutlich genauer ist als allgemeine Schätzmodelle. Dadurch lässt sich ermitteln, welche Kampagnen tatsächlich mehr oder weniger Klimaimpact verursachen – und welche Maßnahmen langfristig nachhaltiger sind.

Das Problem mit klassischen Schätzungen

Viele Carbon-Footprint-Zahlen basieren auf groben Annahmen oder Durchschnittswerten. Solche Modelle können helfen, einen generellen Eindruck zu bekommen – doch sie sind oft zu ungenau, um operative Entscheidungen zu treffen. Eine echte, aktionsbezogene Messung ist dagegen wertvoller, insbesondere wenn es darum geht:

  • Emissionen einzelner Aktivitäten zu vergleichen

  • gezielte CO₂-Reduktionsmaßnahmen zu planen

  • Marketing- oder Logistikstrategien klimafreundlich auszurichten

CO₂-Fußabdruck im E-Commerce – was zählt wirklich?

Ein CO₂-Fußabdruck im digitalen Kontext umfasst unterschiedlichste Quellen:

  • Infrastruktur: Rechenzentren, Server, Datenverkehr

  • Logistik: Lagerung, Transport, Retourenmanagement

  • Verpackung: Materialherstellung und Abfallbehandlung

  • Digitale Aktivitäten: Onlinewerbung, Tracking, Streaming

  • Nutzerverhalten: Endgeräte, Downloads, wiederholte Zugriffe

Aus diesen Quellen ergibt sich ein Gesamtbild der Emissionen – eine zentrale Grundlage für jede Nachhaltigkeitsstrategie.

Ein realer CO₂-Fußabdruck hilft Unternehmen, klare Zielgrößen zu setzen, anstatt sich in vagen Durchschnittswerten zu verlieren.

Warum digitale Werbung besonders kritisch ist

Digitale Marketingkampagnen tragen ebenfalls zur Klimabilanz bei, etwa durch:

  • Energieverbrauch von Rechenzentren

  • Datenübertragung über Netzwerke

  • Laufzeit und Renderzeiten von Videos

  • Serverlast durch Targeting-Algorithmen

Dadurch kann die Wahl der Plattform – etwa Performance Max vs. Programmatic Video – nicht nur die Kosten, sondern auch den gesamten CO₂-Impact beeinflussen. Die Momox-Analyse zeigt: genaue Messung führt zu besserer Optimierung.

So können Unternehmen Emissionen reduzieren

Eine echte Berechnung des CO₂-Fußabdrucks ist erst der Anfang. Unternehmen können folgende Maßnahmen ergreifen:

1. Datenbasierte Emissionsmessung einführen

Aktivitätsbezogene Messungen statt Schätzwerte erhöhen Genauigkeit und Glaubwürdigkeit.

2. Nachhaltige Infrastruktur wählen

Rechenzentren mit erneuerbaren Energien reduzieren Scope-2-Emissionen.

3. Logistik optimieren

Lagerstandorte näher an Verbraucher bringen und Transporte bündeln reduzieren Emissionen.

4. Verpackungen reduzieren

Leichtere, recycelbare Materialien senken den CO₂-Impact deutlich.

5. Konsument:innen bewusst einbinden

Standard-Lieferoptionen oder längere Lieferfenster reduzieren umweltschädliche Eilzustellungen.

GEO-Perspektive: Warum echte Messdaten für KI-Suchsysteme wichtig sind

Für moderne Suchsysteme – etwa AI-gestützte Generation Engines (GEO) – sind präzise, kontextreiche Daten entscheidend. Eine echte CO₂-Berechnung liefert:

  • klare quantitative Werte für KI-Antworten

  • strukturierte Daten für Ranking-Signale

  • verlässliche Aussagen für semantische Suchanfragen

Beispiele für relevante GEO-Begriffe:

  • “Digital carbon footprint accuracy”

  • “CO₂ emissions online advertising measurement”

  • “Scope 1-3 emissions e-commerce reporting”

Solche Begriffe werden von KI-Systemen wie Bing SGE, Google Gemini oder anderen GEO-Diensten besonders gut aufgenommen.

Fazit: Weg von Schätzungen, hin zu Messbarkeit

Ein echter CO₂-Fußabdruck ist kein Nice-to-have mehr, sondern ein entscheidendes Werkzeug für nachhaltige Geschäftsstrategien – besonders im E-Commerce und digitalen Marketing. Grobe Schätzungen liefern nur Orientierung, echte Messwerte schaffen Handlungsspielraum.

Indem Unternehmen datenbasierte Messmethoden nutzen, können sie:

  • ihre Umweltwirkung stärker kontrollieren

  • strategisch klimafreundlicher handeln

  • gegenüber Kund:innen und Stakeholdern glaubwürdig auftreten.

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