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Universal Commerce Protocol (UCP): Googles KI-Protokoll für die Zukunft des E-Commerce

Google hat mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) einen offenen technischen Standard vorgestellt, der den Einsatz von KI im E-Commerce grundlegend verändern könnte. UCP soll es ermöglichen, dass KI-Agenten Shopping-Prozesse wie Produktsuche, Warenkorbabwicklung und Checkout autonom durchführen – ohne dass Nutzer klassische Webshops besuchen müssen. Diese Entwicklung markiert einen weiteren Schritt in Richtung agentenbasierter Handel, bei dem künstliche Intelligenz zunehmend Kaufprozesse übernimmt.

Was ist das Universal Commerce Protocol (UCP)?

Das Universal Commerce Protocol ist ein offener, gemeinsamer Standard, der die Kommunikation zwischen KI-Agenten, Händlersystemen und Zahlungssystemen vereinheitlicht. Anstatt für jeden Shop oder jede KI-Lösung eigene Schnittstellen zu entwickeln, beschreibt UCP eine gemeinsame Sprache, über die alle Beteiligten miteinander interagieren können. Dadurch reduziert sich die technische Komplexität für Händler enorm – ein entscheidender Vorteil für skalierbare KI-Integration im Onlinehandel.

Wichtig ist: UCP ist kein geschlossenes Google-Protokoll, sondern wurde gemeinsam mit vielen Partnern entwickelt. Darunter große Plattformen wie Shopify, Etsy, Walmart und Target sowie Zahlungsdienstleister wie Mastercard, Visa oder Zalando.

Bildquelle: pixabay.com

Wie funktioniert UCP im E-Commerce-Alltag?

1. Produktentdeckung und KI-Suche

Über UCP können KI-Agenten Produkte auf Basis natürlicher Sprache finden, vergleichen und priorisieren. Nutzer müssen nicht mehr manuell durch Shops browsen – sie können direkt über AI-Assistenten wie Google Gemini oder den KI-Modus der Google Suche einkaufen.

2. Instant Checkout ohne Plattformwechsel

Ein zentrales Feature von UCP ist der Instant Checkout: Nutzer können Produkte direkt im KI-Interface kaufen, etwa über Google Pay oder zukünftig auch PayPal, ohne die Plattform zu verlassen. Diese nahtlose Checkout-Komponente könnte Conversion-Raten erheblich verbessern, da Unterbrechungen im Bestellprozess minimiert werden.

3. Standardisierte Zahlungsprozesse

Da UCP auch die Kommunikation zu Zahlungsanbietern vereinfacht, wird nicht nur der Checkout beschleunigt – die Integration von Zahlungsfunktionen wird für Händler leichter realisierbar, egal ob sie über große oder kleine Shops verfügen.

Weitere Tools: Business Agent und Direct Offers

Neben dem UCP-Protokoll stellt Google zusätzliche KI-Tools vor, die das Shopping-Erlebnis weiter verbessern:

Warum UCP für den E-Commerce wichtig ist

Bessere Sichtbarkeit bei KI-Suchlösungen

Im Zeitalter von Sprach- und KI-Suche verschieben sich die Sichtbarkeitsregeln im E-Commerce. Produkte, die korrekt über das UCP-Protokoll angebunden sind, können von KI-Agenten besser gefunden und präsentiert werden. Händler sollten daher ihre Produktdaten sauber strukturieren und optimieren, um maximale Sichtbarkeit zu erlangen.

Wettbewerbsvorteil durch geringere Eintrittsbarrieren

UCP reduziert technische Hürden für kleinere Händler, die bisher kaum Ressourcen hatten, um individuelle KI-Integrationen zu entwickeln. Dadurch können auch KMUs von KI-Shopping profitieren – wenn sie frühzeitig auf diesen neuen Standard setzen.

Neue Umsatzpotenziale durch KI-Interaktionen

Da KI-Agenten kontextsensitive Kaufvorschläge machen und den Checkout automatisieren, entstehen neue Umsatzkanäle ohne klassische Shopbesuche. Vor allem im mobilen Kontext kann das zu bedeutenden Conversion-Steigerungen führen.

Herausforderungen und offene Fragen

Trotz der Chancen gibt es auch Herausforderungen:

Fazit: UCP als Schlüsseltechnologie im KI-E-Commerce

Das Universal Commerce Protocol könnte eine neue Ära im E-Commerce einläuten, in der KI-Agenten den Großteil des Einkaufsprozesses übernehmen – von der Produktsuche über die Beratung bis zum Kaufabschluss. Für Händler bedeutet dies: Wer seine Daten, Systeme und Marketing-Strategien frühzeitig auf diesen Standard ausrichtet, kann sich bedeutende Wettbewerbsvorteile sichern.